Über die Osterfeiertage habe wir bei uns im Haus einen spirituellen Erlebnisraum eingerichtet in dem die Besucher gemeinsam einen interaktiven Osterpsalm gestalten konnten. Thematische ging es um Leben, Tod und Auferstehung in unserem eigenen alltäglichen Leben. Es gibt Zeiten, in denen wir uns Gott nah fühlen und in einem intensiven Austausch mit ihm stehen. Dann wird unsere vorherige Sicherheit plötzlich erschüttert und wir sehen und verstehen Gott nicht mehr. Irgendwann finden wir dann zurück zu Ihm, aber unsere Beziehung hat sich in der Krise verwandelt. Sie ist reifer und tiefer geworden. Dieser Kreislauf der uns durch Zeiten der Dunkelheit und des Sterbens hindurch wachsen lässt, beschreibt der Theologe Walter Brueggemann, anhand der Psalmen in den drei Phasen: Orientierung, Disorientierung und Reorientierung. Die Besucher waren herausgefordert nachzuspüren in welcher Phase sie sich befinden und dieser in einem persönlichen Psalm Ausdruck zu verleihen. Hierzu haben wir einen großen Raum komplett mit Papier abgeklebt. Die Psalmen konnten mit einzelnen Stempelbuchstaben aufgestempelt werden. Zusätzlich konnte man um man um Disorientierung auszudrücken, Stücke herausreissen etc. oder Psalmen die Reorientierung ausdrückten an Leinen die kreuz und quer durch den Raum gespannt waren aufhängen.
Verfasst um 00:56 Uhr in Alternative Worship, Bethanien | Permalink | Kommentare (0)
Vertrauen will ich wieder
springen, fliegen
Lieder singen,
wissen das was Stille flüstert
wahr, dein Wille ist,
es knister wenn ich Zukunft ahne,
Deine Dinge plane
trage, denke, wage
und verschenke
ich, verenke mich
doch spüre nichts
komm
komm
komm
komm
und explodier
in meinem monochromen Jetzt und Hier,
mit einem Feuerwerk
das meine kleine Welt noch nicht gesehen hat
und das seines gleichen sucht,
setzt mich Schachmatt
mit einem feinen Zug von Dir
und marschier
mit TammTamm und mir Huckepack
in den Sonnenaufgang.
Verfasst um 00:14 Uhr in Spiritualität, Texte | Permalink | Kommentare (1)
Ich will tanzen auf deinem roten Faden
ohne Netz über dem doppelten Boden der Tatsachen.
Hier oben zwischen Himmel und Erde
werde ich ein Lachen auf Deinem Gesicht,
schreib Deine Geschichte ein Stück
und fühl mich dabei, zwischen den Zeilen, heimlich still und laut geliebt;
weil der der die Welt hält und ihre Fäden zieht
auf mich zählt und mich sieht.
Verfasst um 12:43 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Bin heute über eine interessante Passage bei Laurence Freeman gestossen in der er eine lebensbedrohliche Verfolgung der in liberalen Gesellschaften gegenüber stellt:
"In den liberalen Gesellschaften nimmt die Verfolgung die Form von Trivialisierung, Abwertung und Fehldeutung an. Es ist zweifellos dramatischer, den Löwen zum Fraß vorgeworfen zu werden, aber es kann vielleicht noch mehr schmerzen, der Lächerlichkeit preisgegeben zu sein. Außenseiter leiden so oder so. In jeder Gesellschaft hat die Bekehrungserfahrung, das Erwachen der Selbsterkenntnis, immer auch eine tragische Dimension, weil nun einmal das "Reich Gottes" nicht zusammenpassen. An bestimmten, wichtigen Punkten des Lebens klaffen die spirituellen und die materialistischen Werte immer weiter auseinander. Der Grund dafür lieg vielleicht im Innern: in der Kluft zwischen dem Ego und dem wahren Selbst. Doch wenn wir den Mut finden, den Weg zu beschreiten und anzunehmen, den die Bekehrung uns zugänglich macht, wird die Freude ein unzerstörbarer Bestandteil unseres Lebens. Auch hier finden wir das Paradoxon und die Ironie, die wir von allen Aspekten der christlichen Identität kennen. Die Ironie zeigt sich darin, das man Zugehörigkeit findet zu einer Gruppe von Außenseitern."
(Laurence Freeman in "Jesus, der Lehrer in Dir", Aurum - Verlag, S.240 / 241)
Verfasst um 21:48 Uhr in Fundsachen | Permalink | Kommentare (0)
Licht from FROH! Magazin on Vimeo.
Einen interessanten Einblick hinter die Kulissen unseres Gesellschaftsmagazins "FROH!" bietet dieses Interview bei Trotzendorff.de. Es ist auch immer noch nicht zu spät die Winter / Weihnachtsausgabe zum Thema "Licht" sich selbst oder anderen zu Weihnachten zu schenken. Oder doch gleich ein Jahresabo? Es reicht nicht das es euch allen gefällt, FROH! braucht eure Unterstützung!
Verfasst um 00:18 Uhr in mateno, Schönes | Permalink | Kommentare (0)
Durch einen Artikel bin ich vor einiger Zeit über den englischen Autor „ Geoff Thompson“ gestolpert. Thompson war früher Türsteher und arbeitet heute als Berater und Trainer für Selbstverteidigung. Neben zahlreichen Fachbüchern hat er vor einiger Zeit auch begonnen Geschichten zu schreiben, die oftmals autobiographische Züge tragen. Ein Projekt, das er mit den Shammasian Brüdern realisiert hat ist der Kurzfilm „Romans 12:20“. Der etwa halbstündige Film kann frei im Netz angeschaut werden.
Erzählt wird die Geschichte des Türstehers „Melky“ der, ausgelöst durch einen sexuellen Missbrauch im Alter von 12 Jahren, ein Leben voller Hass und Gewalt lebt. Als er, fast 20 Jahre später, den Mann trifft der ihm das angetan hat denkt er zunächst an Rache; doch dann stolpert er über die Bibelstelle in Römer 12 : 20 und erkennt das der einzige Weg sein Trauma zu überwinden darin besteht, dem Täter zu verzeihen. Eine wunderbare und tiefe Geschichte über Vergebung. Unbedingt hier ansehen!
Verfasst um 21:04 Uhr in Film, Fundsachen | Permalink | Kommentare (0)
Am Karfreitag Abend haben wir zum "Abend der Schatten" geladen. Die Andacht an diesem Abend war angelehnt an die frühchristliche Liturgie „Tenebrae“. Dieser Name stammt aus dem Latein und bedeutet soviel wie "Schatten" oder "Dunkelheit". Dazu hatten wir das Kapellchen in Bethaninen lediglich mit 8 großen Kerzen beleuchtet. Nach einer kurzen Einleitung wurde die Passionsgeschichte in Teilen gelesen und nach jedem Teil eine der Kerzen ausgelöscht. Die letzte Kerze wurde, nach dem Tod Jesu, im Verlauf der Geschichte aus dem Raum getragen um den scheinbaren Sieg der Mächte des Bösen über das Gute zu symbolisieren. In der traditionellen Form wurde das dann beschriebene Erdbeben durch das Schlagen des "Zeremonienmeisters" auf die Kirchenbänke vertont. Wir haben haben den notwendige "Lärm" digital erzeugt indem wir in völliger Dunkelheit Murcofs "Death of a Forrest" aus seinen "Versailles Sessions" lauschten. Als dann die letzte Stelle gelesen wurde wurde die letzte Kerze wieder in den Raum getragen. Die Andacht endete im Schweigen. Dann trugen wir die Kerze gemeinsam aus der Kapelle und entzündeten mit ihr unser Osterfeuer. Hier klang dann der Abend bei einem "Erinnerungsmal" mit Stockbrot und Wein aus.
Jesus sprach zum Volk: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. Glaubt an das Licht, solange ihrs habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet. Das redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. (Johannes 12, 35/36)
Vorleser: Gott ist Licht, in ihm ist keine Finsternis.
Alle: Jeder der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht.
Vorleser: Und dies ist das Gericht: Das das Licht in die Welt kam und wir lieben die Dunkelheit mehr als das Licht.
Alle: Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, nicht um die Welt zu verdammen, sondern um die Welt durch ihn zu erlösen.
Vorleser: Jesus, Dir sei Ruhm und Ehre! Christus war für uns gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen.
Alle: Jesus, Dir sei Ruhm und Ehre
Vorleser: Freies Gebet
Stille
Lesungen:
Verfasst um 16:37 Uhr in Bethanien, Spiritualität, Texte | Permalink | Kommentare (0)
Noch ist sie gut verpackt, aber heute abend steigt im Motoki - Wohnzimmer in Köln die Releaseparty zur zweiten Ausgabe unseres FROH! Magazines. Falls ihr nicht vor Ort dabei sein könnt, habt ihr die Möglichkeit euch ab 20 Uhr per Stream zu zuschalten. Ab Morgen ist dann auch die neue Webseite online und ihr könnt das gute Stück dort käuflich erwerben. Hurra, FROH! macht froh!
Verfasst um 08:45 Uhr in Kostbarkeiten | Permalink | Kommentare (0)