Gottesdienst: Licht / Finsternis
Der Abend beschäftigte sich mit Licht und Finsternis in uns. Der Raum war komplett Dunkel... Ausser einer Taschenlampe die ich zum Lesen benutzte, gab es keine Lichtquelle. Lediglich ein in der Mitte des Raumes stehende, ca 2,20 hohe, schrankartiger, mit schwarzem Papier bestannter Quader schimmerte bräunlich. Im ersten Teil ging es dann darum das wir in verschiedenen "dunklen" Bereichen unseres Lebens Gottes "Erleuchtung" brauchen. Nach dem Hesse Gedicht "Im Nebel" las ich eine Gebetsmeditation vor, die verschiedene Bereiche (Sünde, geistliches Leben, Wegweisung) thematisierte in denen wir um Gottes Licht baten. Als Akt des persönlichen Gebetes konnten die Anwesenden dann mit Stecknadeln in den Papierquader schreiben in welchen Bereichen sie sich "Erleuchtung" wünschen. Im Quader hatten wir mehrere weisse Leuchtstoffröhren installiert die jetzt die dort hinein gestochenen Worte leuchten liessen. Im Anschluss daran folgte ein Abendmahl an den Tischen mit einer kurzen Liturgie die jeweils ein Sprecher vorlas. Um überhaupt Licht zum lesen zu haben musste jedoch zunächst das Brot gebrochen werden. Darin fanden sich Knicklichter die den Raum schnell grünlich schimmernd erhellten. Nach dem Abendmahl las ich die Stelle aus Mat. 5 in der Jesus sagt das wir das Licht der Welt sind und anschliessend ein Zitat zum Thema von Klaus Berger... Danach gab ich den Anwesenden kurz Zeit über die Fragen "Wo bist Du Licht?" und "Wo willst Du Licht sein?" nachzudenken. Als Ausdruck der Entschlossenheit vor Gott war man dann aufgefordert Knicklicher an symbolischen Orten auf dem Karlsruher Stadtplan zu platzieren, an denen man Licht sein möchte. Nach einem Gebet und einem gemeinsamen Vaterunser endetet der Abend dann mit Kaffee und weissem Russen... Licht und Dunkelheit eben!

War ein sehr schöner Gottesdienst. Ich hab die Gebetszeiten sehr genossen. Das Gedicht empfand ich als eine tolle Einleitung.
Das einzige was das Gesamterlebnis etwas getrübt hat, war dass ich auf ein Knicklicht gebissen habe .
Kommentiert von: Stefan | 20. Juni 06 at 18:16 Uhr
uups hahaha! sorry!
hats wenigstens angefangen zu leuchten?
Kommentiert von: mark Reichmann | 20. Juni 06 at 23:47 Uhr
Nein , ich hatte Glück und es ist nicht aufgeplatzt.
Mir wurde ein wirklich kleines Stück von dem Brötchen abgerissen und mir dann in die Hand gelegt. In diesem kleinen Stück waren gleich 2 Lichter.
Auf jeden Fall hatte ich somit letzten Freitag mein erstes Abendmahl an dem ich auch gelacht habe (sorry falls das jemand gestört hat) .
Kommentiert von: Stefan | 21. Juni 06 at 23:59 Uhr
"Seltsam, im Nebel zu wandern...."
Mannomann, schade mal wieder, dass ich das verpasst habe!
Kommentiert von: Warnschild | 24. Juni 06 at 21:02 Uhr
Nieder mit den Pfaffen!!!
Schwätzer und Rattenfänger - nichts anderes seid ihr - milde gesagt.
Kommentiert von: herbert | 25. Juni 06 at 10:27 Uhr
Mensch Herbert,toller Spruch! Ist das ein Schlachtruf aus der französischen Revolution? Bin da voll mit Dir! Nieder mit den Pfaffen, für dezentrale Strukturen und Priesterschaft aller Gläubigen! Toll das Du Dich an unseren theologischen Diskusionen beteiligst. Weiter so!
Kommentiert von: Mark Reichmann | 25. Juni 06 at 13:50 Uhr